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Gesundheit … – Biopolitik im liberalen Staat

February 1st, 2008 by admin

> Wenn die Leute wirklich etwas für die Volksgesundheit tun
> wollen, dann muß die medizinische Versorgung der Bevölkerung
> verbessert werden,
Das stimmt nun nicht. Die Gesundheit der Menschen in D wird heute
durch unangemessenen Lebensweisen (Bewegungsmangel, Überernährung,
Drogen, an erster Stelle Alkohol und Tabak, etc.) weitaus mehr
geschädigt, als durch unzureichende medizinische Versorgung.
> nicht verteuert und kaputtreformiert. Was der
> einzelne Mensch mit seinem persönlichen Körper anstellt, das ist
> Privatsache.
Keineswegs.
1. Wenn der Körper irgendwann schlappmacht, weil man etwas zu viel
“mit ihm angestellt” hat, muss schließlich die Solidargemeinschaft
für die medizinische Behandlung aufkommen.
2. Spätestens, wenn das “Anstellen mit dem eigenem Körper” auch
Auswirkungen auf andere hat (z.B. Passivrauchen), ist es mit der
“Privatsache” aber vorbei.
> Wenn dieser Staat überhaupt irgendeine
> Existenzberechtigung haben will, dann soll er zusehen, daß die
> Menschen die größtmögliche persönliche Freiheit genießen und zugleich
> einigermaßen gegen die Härtefälle des Lebens abgesichert sind.
Kommt doch hin. Ist nur eine Definitionsfrage, was “größtmöglich”
heissen soll, und was unter “einigermaßen” zu verstehen ist … ;) .
> Und er
> soll verdammt nochmal den einzelnen Bürger vor den Interessen des
> Kapitals schützen,
Wer
ist “das Kapital”? Ich dachte, die “Bürger” besitzen das Kapital
(einige halt mehr als andere)
> denn nichts verringert in dieser Gesellschaft so
> sehr die persönliche Freiheit der Menschen wie die erzwungene
> Unterwerfung unter die Interessen der Wirtschaft.
Jo, ist schon hart, diese Zumutung, das man seine Brötchen selber zu
verdienen hat … und dafür sogar Zeit aufwenden soll, ist das nicht
schrecklich …?
Gruss,
TecDoc