> Man könnte es ja mit einem Kompromiß versuchen.
Ein Kompromiss, der wohl viele Leistungsträger direkt mal zur
Auswanderung bewegen würde.
> Wie wäre es, wenn der Staat festlegen würde, daß das Maximaleinkommen
> höchstens das Zehn-, Fünfzig- oder Hundertfache des Minimaleinkommens
> betragen dürfte.
Warum sollte er das? Nehmen wir mal die oft kritisierten Gehälter von
Vorstandsmitgliedern großer Aktiengesellschaften. Wenn die Aktionäre
(denen das Unternehmen und damit das ausgezahlte Geld gehört) und für
sie stellvertretend der Aufsichtsrat solche Gehälte bewilligt, ist
das doch deren Sache?
Was stört es mich, wenn die Deutsche Bank AG Herrn Ackermann viel
Geld bezahlt? Ist doch schließlich nicht mein Geld. Bei solchen
Debatten regiert doch meist nur der blanke Neid.
> Ich habe ja nichts dagegen, daß Leistung belohnt wird. Aber der
> leistungsfähigste Arbeiter Deutschlands bringt bestimmt nicht mehr
> als die hundertfache Leistung des leistungsschwächsten Arbeiters.
> Wahrscheinlich nicht mal die zehnfache, denn mehr als 24 Stunden am
> Tag sind leider nicht möglich – und dann auch nur mit stark
> verringerter Leistung.
Die Arbeitsergebnisse bspw. eines guten Atomphysikers könnten 100.000
einfache Fabrikarbeiter zusammen nicht erzeugen. Als Maß für
Arbeitsleistung kann doch Quantität (Zeit) allein nicht dienen,
sondern es kommt vor allem auf die Qualität des Erzeugten an. Und da
erzeugt ein guter Akademiker sicherlich laufend Dinge, die hunderte
oder tausende einfache Arbeiter nie erzeugt bekämen.
Grüße,
Stefan
Maximallöhne – Gesundheit und soziale Schicht
February 1st, 2008 by admin