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Paranoia – Notfalldaten gefährden Ihre Gesundheit!

March 25th, 2008 by admin

gesundheitps gespeicherte Daten setzen Chipkartenleser und eine
entsprechende technische Infrastruktur voraus <<
Ja und? Das tun andere Errungenschaften der modernen Medizin auch.
>> ein zufällig vorbei kommender Arzt, ein ausgebildeter Sanitäter oder
ein kundiger Laie [...] . Gerade diese Personen wären auf grundlegende
Notfallsdaten angewiesen. <<
Schwachsinn. Notfallsdaten benötigt man bei Bluttransfusionen, bei
heiklen Medikamenten, etc. In Situationen, wo keine medizinische
Infrastruktur vorhanden ist, sind auch die Notfalldaten nicht so
wichtig. Und falls sie es doch wären, wird ja niemand daran gehindert,
die wichtigsten Daten in gedruckter Form auf sich zu tragen.
>> Die fehlerhafte Bestimmung von Gesundheitsdaten ist leider
medizinischer Alltag, wie Ärzte in der Praxis dies bestätigen. Aus
diesem Grund vermeiden Ärzte die ungeprüfte Übernahme älterer/fremder
Befundinformationen. <<
Nach der Logik von ARGE Daten sollte man wohl alle Daten über
Vorbefunde vernichten, damit die Qualität der Gesundheitsversorgung
steigt? Übrigens können Fehler auch bei Zweitbefunden passieren.
>> Anbetracht der Realitäten am Arbeitsmarkt könnte ein künftiger
Arbeitgeber bei einer Bewerbung um einen Arbeitsplatz die Herausgabe
der Karte verlangen und mit beschafften Lesegeräten die Daten auslesen.
<<
Könnte er, darf er aber nicht. Wenn er es trotzdem tut, könnte er genau
so gut die Herausgabe von gedruckten Arztzeugnissen, Kontoauszügen,
etc., erzwingen. Das ist in jedem Fall der Fehler des Arbeitgebers, und
nicht der Fehler der Karte.
Die ganze Beurteilung tönt nicht nach einer Kosten-Nutzen-Analyse,
sondern nach ein spitzfindig konstruiertes Worst-Case-Szenario von
Paranoikern mit einer Datensammlungsphobie.