gesundheite immer noch das Gefühl, dass die meisten Gesetze in unserer
> Demokratie sehr wohl einen Sinn haben.
Das stimmt. Allerdings handelt es sich dabei meiner Meinung nach
ausschließlich um diejenigen Gesetze, die verhindern sollen, dass
jemand anderer geschädigt wird (z.B. dass Mord, Körperverletzung,
Diebstahl usw. verboten ist). Gesetze gegen “opferlose” Straftaten
(wie z.B. Drogenkonsum) sind für mich jedoch eine ungerechtfertigte
Einmischung des Staates in die Privatsphäre des Einzelnen. (Um doch
noch beim Ursprungsthema zu bleiben – wie es bei den Medikamenten
aussieht, weiß ich nicht – macht sich da nur der Anbieter strafbar
oder auch der Käufer?). Daran rettet für mich auch das Argument der
Folgekosten für die Gesellschaft nichts – dann eben
Krankenversicherungsleistungen und ähnliches für diese Leute deutlich
einschränken (schließlich wird ja auch Schadenersatz durch
Fahrlässigkeit gemindert), aber nicht hinter jeden Bürger den Staat
als “Anstandswauwau” stellen.
Was mich an diesem Argument so stört, ist, dass es eine Sichtweise
voraussetzt, in der der Bürger praktisch “Eigentum” des Staates ist.
Er darf nichts tun, was seinen “Wert” für den Staat mindert. Meiner
Ansicht nach sollte nicht der Bürger für den Staat da sein, sondern
der Staat für den Bürger, und dazu gehört für mich auch, dass jeder
Bürger sagen können dürfte: Ich will nichts von diesem Staat (= keine
Leistungen), dafür möchte ich auch von diesem Staat in Ruhe gelassen
werden (= keine Einmischung in den privaten Bereich), solange ich
nichts tue, das jemand anderem schadet. Natürlich, wenn sich jemand
mit Drogen oder Medikamenten seinen Körper erst ruiniert, und dann
soll die Krankenversicherung dafür aufkommen, ihn wieder
zusammenzuflicken, ist das nicht in Ordnung. Aber muss deshalb gleich
alles unter Strafe gestellt werden? Grundsätzlich sollte doch jeder
Erwachsene die ausschließliche Verantwortung für sich selbst
innehaben.
Re: Das Recht auf unbegrenzte Dummheit! – Dieser Klick schadet ihrer Gesundheit
June 29th, 2008 by admin