gesundheitSide schrieb am 11. November 2003 19:38
> >
> > > Was hat deine verquere Verschwörungstheorie mit dem Thema des
> > > Arzneimittelversands in den USA zu tun?
> > schade, dass Du das nicht verstanden hast…
>
> Hm. Ich denke, ich habe Dein Posting schon verstanden. Aber ich sehe
Sorry, aber Deine Antwort war etwas kurz, so dass man denken konnte,
dass Du —äähm trollen wolltest, und außerdem war ich nicht der
Autor des Textes, auf den Du zuvor geantwortet hast…
> nicht, was an dem in den USA gerade mühsam und wenig
> erfolgversprechend bekämpften Wildwuchs so gut ist. Und den Bogen von
> Medikamenten zu “Mein Kampf” und Gedankenkontrolle will und kann ich
> nicht nachvollziehen. Das sind m.E. zwei Paar Schuhe.
Naja, die USA ist das andere Extreme. Wenn dann müsste man schon die
europäische Mitte nehmen. Die Medikamentenprevelegien und “Mein
Kampf” stehen beide unter der Überschrift Selbstbestimmung.
>
> Was mir an dem Posting vor allem sauer aufgestoßen ist war
> a) die Nennung von “wissenschaftlich” und Zundler in einem Satz
> b) die Einstellung, dass “die da oben” “uns hier unten” grundlos und
> ungerecht bevormunden und uns unserer gottgegebenen Rechte berauben,
> und man kann ja sowieso nichts dagegen tun usw. usw. (=>
> Verschwörungstheorie)
was will man denn auch dagegen tun. Das System ist viel zu komplex.
Es gibt keine richtige Verbindung wie beispielsweise in der DDR. Dort
haben ja die Staatlichen Organe alles gerichtet. Unser System ist
erheblich komplizierter. Eine andere Partei hat gar keine Change
bekannt zu werden, da es in den öffentlich rechtlichen Sendern kein
Platz für sie gibt. Kein Wunder auch, denn sie werden ja auch durch
die GEZ fürstlich entlohnt und das sorgt für Gefolgschaft. Die
privaten Sender leben ganz gut mit ihren infantilen Programminhalten.
Wozu Experimente?
>
> Ich habe immer noch das Gefühl, dass die meisten Gesetze in unserer
> Demokratie sehr wohl einen Sinn haben. Auch und gerade die
> Verschreibung von Arzneimitteln auf Rezept. Staaten müssen sich
> gefallen lassen, dass man ihren Zugang zu Atomwaffen beschränkt, wie
> ich finde durchaus im Interesse der Allgemeinheit. Individuen in
> einem Staat müssen sich eben auch mit gewissen Einschränkungen
> abfinden, wenn dies im Allgemeininteresse liegt.
Auch wenn ich für die Selbstbestimmung und -verwirklichung der
Menschen eintrete, so sehe ich mich noch nicht als Anarchist. Gesetze
sind wichtig, aber nur, solange sie ANDERE schützen, oder Menschen,
die wirklich nicht in der Lage sind, für sich selbst zu entscheiden.
Das können aber nicht über 99% der Deutschen sein.
Weißt Du eigentlich, wie viele Nieten in weißen Kitteln es gibt? Kein
Arzt muss sein Können nach seinem Facharzt noch mal beweisen, auch
wenn er eine Praxis hat und über 70 ist. Hausärzte sparen sich in der
Regel das Antibiogram und setzen gleich auf ein breitband
Antibiotikum. Trotz der strengen Auflagen haben wir hier mit
verbreiteten Resistenzen zutun (ORSA, MRSA).
Was den Zugang zu Atomwaffen betrifft, wer passt den eigentlich auf
Amerikaner, Russen Pakistanis, Franzosen, Inder… auf?
>
> Speziell zu den Arzneimitteln: Wenn jeder kaufen kann, was er will,
> werden Einige ständig Antibiotika schlucken und weitere resistente
> Erregerstämme erzeugen. Der gesamte Medikamentenkonsum würde steigen
> (meine Überzeugung ist, dass die meisten Pillen unnötig geschluckt
> werden). Desweiteren würden häufiger Nebenwirkungen auftreten (s.
> Viagra: Einnahme ohne vorherige Risikoabklärungen kann zu
> Kreislaufversagen führen), das würde dann die Folgekosten für die
> Allgemeinheit steigern, um diese evtl. gravierenden Folgen zu heilen.
Die Gefahr der Resistenzbildung ist nicht unbegründet, doch entstehen
sie auch unter ärztlicher Aufsicht. Resistenzen entstehen nicht durch
Dauereinnahme von Antibiosen, (die führen höchstens zu Allergien,
Leberschäden…) sondern durch zu schnelles Absetzen. denn dann
können sich überlebende Keime erholen und eben Abwehrstoffe bilden.
Diesem kann man aber durch vernünftige Beipackzettel entgegenwirken.
Das gefasele auf den meisten Waschzetteln ließt sowieso keiner. In
der Regel werden sie auch von Fachleuten nur grob überflogen. Als
schlechtes Beispiel möchte ich Baypen 2g anführen. Der Beipackzettel
ist wirklich so unübersichtlich, dass nur wenige wissen, dass man das
Preparat auch in Clont lösen kann.
Was die Risikoabklärung angeht. Auf einer Flasche Korn steht auch
nicht die Dosierungsanweisung drauf. Obwohl in jedem
Großstadtkrankenhaus an den Wochenenden nächtlich ein bis fünf
“hilflose Personen” eingeliefert werden und auf den Straßen auch
welche sterben, jukt das keinen so recht…
> Ich denke eben NICHT, dass wir ohne Gesetze und Polizei und Justiz
> besser fahren würden. Sind solche Gedanken denn hier nicht erlaubt?
HEHE, natürlich sind solche Gedanken hier erlaubt, denn hier geht es
ja WIRKLICH demokratisch zu ;)
Gesetze, Polizei und Justiz sind auch für mich wichtig, aber der
Maßstab ist auch noch entscheident, denn die 3 Staatsorgane gibt es
z.B. auch in China…
> *scnr*
>
> Gruß
> SunSide
Gruß
supdata
Re: Das Recht auf unbegrenzte Dummheit! – Dieser Klick schadet ihrer Gesundheit
June 30th, 2008 by admin