Die Fettabsaugung oder Liposuktion ist ein gängiges Verfahren im Bereich der Schönheitsoperationen. Dabei werden störende Fettzellen unter der Haut mit Hilfe von Kanülen abgesaugt mit dem Ziel, eine schlankere Silhouette zu erreichen. Für den operativen Eingriff werden unterschiedliche Methoden angewendet. Die am weitesten verbreitete nennt sich Tumeszenzanästhesie und wurde in Kalifornien von Dr. Klein entwickelt. Durch das Einspritzen von einer Lösung aus Kortison, sterilem und isotonen Wasser, Natriumcarbonat und einem Betäubungsmittel in das Unterhautgewebe wird erreicht, dass die Haut betäubt wird und die Fettzellen sich mit dem Gemisch vollsaugen. Es bildet sich eine Emulsion aus der Lösung und den Fettzellen, so können diese nach kurzer Einwirkzeit einfacher herausgelöst werden. Durch kleine Hautschnitte können nun die Kanülen eingeführt werden, die in gleichmäßigen Bewegungen und einen maschinell eingestellten konstanten Sog das überschüssige Fett herausziehen.
Abschließend werden die kleinen Wunden verbunden und ein Mieder angelegt, um späteren, eventuell möglichen Unebenheiten auf der Haut, vorzubeugen. Dieses muss dann für einige Wochen getragen werden, solange, bis das Gewebe abgeschwollen ist und der Operationsbereich vollständig verheilt ist. Andere operative Verfahren zur Fettabsaugung sind zum Beispiel die Verwendung von manuell betriebenen Saugpumpen, was durch die geringere saugintensität schonender für das Gewebe sein soll. Außerdem gibt es verschiedenen Kanülenstärken von einem bis acht Millimetern, je nach Verfahrensweise. Bei der Laserlipolyse, einer der neusten Methoden, wird eine Kanüle mit einer Laserfaser daran eingeführt, Energie wird an die Fettzellen abgegeben, dadurch verflüssigen sie sich und können problemlos abgesaugt werden. Das Verfahren hat seinen Preis und dieser liegt schnell bei mindestens 2500 Euro. Jede Operation birgt auch ihre Risiken, neben Blutungen und unschöner Dellenbildung sind auch Todesfälle zu verzeichnen. Daher sollte eine Fettabsaugung gut überlegt sein und der behandelnde Arzt über eine gute Ausbildung und viel Erfahrung in diesem Bereich verfügen. Allein in Deutschland wird dieser Eingriff rund 250000 mal pro Jahr durchgeführt.